Was ist das hier?
Diese Website bildet in meinem Verständnis das Inhaltsverzeichnis zu einem digitalen Buch. Entstanden ist dieses Buch im Laufe des letzten Jahrzehnts aus zahlreichen Fragmenten, die in unterschiedlicher Weise den Zweck anstreben, das Deutsche zu verstehen. Manche Texte sind länger, assoziativer oder konsistenter als andere: Wie mein Deutschland, so ist auch meine Deutschlandphilosophie sehr fragmentarisch.

Wer schreibt hier?
Ich heiße Yoav Sapir und bin Deutschlandhistoriker aus Israel. Geboren 1979, Studium der Germanistik und Geschichte in Jerusalem, Wien, Heidelberg und Berlin. Zurzeit arbeite ich vor allem als Übersetzer und Journalist in Berlin.

Was bedeuten die obigen Rubriken?
Diese Rubriken sind das imperfekte Resultat meines Versuches, die Texte nach Themen zu sortieren. Tatsächlich werden aber in jedem Text mehrere Themen behandelt, sodass diese Rubriken nur das repräsentieren, was mir jeweils als der wichtigste Aspekt erscheinen ist. Das kann man natürlich auch anders auswerten, zumal es zwischen den Texten zahlreiche Querverbindungen gibt.

Wo kann man mehr über den Autor erfahren?
Auf der offiziellen Website sowie im inzwischen abgeschlossenen Projektblog bei »Spektrum der Wissenschaft«, wo die hier zusammengeführten Texte erstmals veröffentlicht wurden (der Blog umfasst allerdings auch andere Themen als meine »Germanologie«, wie z. B. mein früheres Projekt zur »ostdeutsche Judenfrage«, aber auch allerlei tagesaktuelle Themen, zu denen ich mich damals äußern wollte).

Wie ist das alles entstanden?
2008 hat mich der Verlag »Spektrum der Wissenschaft« eingeladen, auf seiner Plattform »Scilogs« einen Blog über meine Sicht auf Deutschland zu führen. Sieben Jahre lang habe ich dort meine Deutschlandphilosophie entwickelt und im Jahre 2015 abgeschlossen.

Warum erscheint dieses Werk nicht als Buch?
Diese Website ist ein Buch, eines des 21. Jahrhunderts, das für den Leser vollkommen kostenlos ist. Außerdem bietet die Plattform von Spektrum der Wissenschaft die Möglichkeit, über die hier besprochenen Fragen zu diskutieren, was sowohl für neue als auch für alte Beiträge gilt.

Warum ».eu«?
Weil die deutsche Frage eine europäische ist, vielleicht die europäischste schlechthin.
 
Ist das eine wissenschaftliche Arbeit?
Jein. Im Sinne objektiver Wissenschaft freilich nicht, dafür aber im subjektiven Sinne, daher auch die essayistische Form. Der wissenschaftliche Ertrag besteht also nicht in der Entdeckung neuer Tatsachen, sondern in der Erarbeitung eines neuen Paradigmas. 

Warum sind die Texte so unverständlich?
Ich gebe mir Mühe, die Texte auch für »Laien« bzw. Einsteiger verständlich zu machen. Allerdings kommt es bei jedem Text auf irgendetwas an, einen Punkt, eine Einsicht, die erreicht werden will. Darum kann nicht jeder Text ganz vorn anfangen. Viele Texte weisen aufeinander hin, wenn es darum geht, auf bereits besprochenen Erkenntnissen aufzubauen. Ein »Text« bedeutet im Lateinischen eigentlich »Gewebe« und aus diesem Zusammenhang verschiedener Fragmente entsteht ein dickes Geflecht, in dem ein neues Paradigma geborgen liegt. Die ersten Texte, die man liest, werden wohl notwendigerweise etwas unverständlich sein, aber mit der Zeit entfaltet sich ein ganzes, klares Bild.

Welche Rolle spielt die chronologische Reihenfolge?
Abgesehen von der objektiv gegebenen Entstehungszeit der jeweiligen Texte gibt es hier keine chronologische Reihenfolge. Manche späteren Texte führen frühere fort, während manche früheren Texte Begriffe und Prämissen enthalten, die erst in späteren Texten dargelegt werden. Im Prinzip ist es ziemlich egal, wo man anfängt - die Reise bringt einen sowieso über die verschiedenen Ecken und Perspektiven.

Welches politische Selbstverständnis steckt dahinter?
Ich bin ein Anhänger des Bindestrichs: zwischen Universalismus und Partikularismus, Spiritualität und Materialismus, Greifbarem und Geistigem, Sozialismus und Kapitalismus, links und rechts, Deutsch und Jüdisch usw. usf.